Wir müssen die Kunst des gemeinsamen Badens wiederfinden

Ein menschliches Bedürfnis nach Menschlichkeit und Nähe, das konnten die Badehäuser der Vergangenheit leisten. Körperlichkeit, Nacktheit, das Betrachten von normalen Körpern, normaler Körperbehaarung, Bäuchen, hängender Haut und schlaffen Brüsten sorgte dafür, dass sich keine Entfremdung zum eigenen Körper einstellen konnte.

Kurzzusammenfassung des Artikels von Jamie Mackay und übersetzt von Einar Schlereth https://einarschlereth.blogspot.com/2019/04/wir-mussen-die-kunst-des-gemeinsamen.html

Heute sind die Gehirne mit idealisierten Körpern von Frauen und Männern mit Hilfe der Medien und Werbung vollgestopft, dass viele Menschen angewidert sind, von ihren eigenen älter werdenden Körpern und den älter werdenden Körpern ihrer Partner und Mitmenschen.
Die „Entkörperlichung“ unserer westlichen Welt, in der der Individualismus uns in eine Einsamkeit bringt, kann beim Einzelnen zu psychischen Phänomenen wie Apathie, Depressionen, Panik und Angststörungen führen.
Wir Menschen sind Sozial-Wesen und brauchen andere Menschen zur Reflektion unseres eigenen ICHs. Ein gemeinsames Badehaus wäre da ein Anfang, siehe Länder wie z.B. Dänemark.

(Einar Schlereth war 25 Jahre lang freier Journalist des 3. Programms im NDR und für Radio Bremen. Heute hat der 1937 geborenen Einar im Internet einen Blog https://einarschlereth.blogspot.com/)